Netzwerk & Forschung

Forschung Am Sachsenring Köln

In der Hämatologie und Onkologie hat die medizinische Forschung in den letzten 20 Jahren zu enormen Verbesserungen geführt. Dies macht sich in allen Bereichen bemerkbar. Die diagnostischen Methoden bei Ultraschall- und Röntgen-Untersuchungen wurden gravierend verbessert und es sind vollkommen neue Labormethoden entwickelt worden, mit denen die genetischen Veränderungen, die zu Tumorwachstum führen, nachgewiesen werden können. Vor allem aber sind die therapeutischen Möglichkeiten erheblich erweitert worden. Es gibt viele neue, besser verträgliche Zytostatika, die unterstützenden Medikamente zur Reduktion der Nebenwirkungen, die sogenannte Supportivtherapie, wurden deutlich verbessert und es sind vollkommen neue hochwirksame Therapieformen entstanden. Hier sind die „zielgerichtete Therapie“ („targeted therapy“) und die echte Immuntherapie zu nennen.

Für die Ärzte in einem Behandlungszentrum wie Onkologie-Köln Am Sachsenring ist die große Geschwindigkeit des medizinischen Fortschritts in zweierlei Hinsicht eine große Herausforderung:

  • Die Informationen über Innovationen und Verbesserungen in Diagnostik und Therapie müssen so rasch wie möglich für die eigenen Patienten verfügbar gemacht werden.
  • Es muss sorgfältig geprüft und überwacht werden, ob sich die Ergebnisse der Forschung auch im „wirklichen Leben“ bewähren. Nicht alles was „neu“ ist, ist auch besser als das bewährte. In den Studien, die zur Zulassung eines neuen Medikamentes führen, werden beispielsweise nur ausgewählte Patienten behandelt. In unserem MVZ soll aber jeder Patient unter Berücksichtigung seiner Begleiterkrankungen und seines Alters eine optimale Therapie erhalten.

Um diese Herausforderungen besser meistern zu können hat die Praxis seit ihrer Gründung selber an wissenschaftlichen Studien teilgenommen und gleichzeitig ein eigenes Studienzentrum aufgebaut. Durch die Teilnahme an klinischen Studien ist das MVZ immer „am Puls der Zeit“ und sehr früh über neue Entwicklungen informiert. Durch die Dokumentation des Verlaufs und der Behandlungsergebnisse im Rahmen von Registern und eigenen Studien kann die große Erfahrung des MVZ mit der Anwendung neuer diagnostischer Methoden und Medikamente im „wirklichen Leben“ außerhalb der „eingegrenzten Studien“ einen eigenen, erheblichen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten (Versorgungsforschung).

Das Studienzentrum ist in der ersten Etage Am Sachsenring untergebracht. Hier arbeiten Mitarbeiter des MV-Zentrum für Hämatologie und Onkologie sehr eng zusammen mit den Mitarbeitern der X-Med GmbH und jeweils 6-10 Medizinstudenten und Doktoranden.

Die X-Med ist eine kleine Gesellschaft für Information, Consulting und Service im Gesundheitswesen, die im Mai 1999 von den Doktores Schmitz und Steinmetz gegründet worden ist. Die X-Med übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit Studien und Forschung, die nicht unmittelbar mit der Patientenversorgung zu tun haben.

Die wesentlichen Aufgaben des Studienzentrums und der X-Med sind:

  • Erfassung der Diagnosen und Therapien, die im MV-Zentrum durchgeführt werden
  • Teilnahme an Phase-II, Phase-III und Phase-IV Studien
  • Teilnahme an Nicht-Interventionellen-Studien (NIS)
  • Teilnahme an Registern zur Versorgungsforschung
  • Durchführung von eigenen Studien und NIS
  • Durchführung von eigenen Registern

In den letzten Jahren hat die Praxis und seit 2018 das MV-Zentrum für Hämatologie und Onkologie an vielen  Studien teilgenommen und eigene Nicht-Interventionelle Studien und Register durchgeführt. Insgesamt haben dadurch alle Patienten von den aktuellsten und innovativsten Behandlungen profitieren können. Gleichzeitig hat das MVZ einen kleinen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten können, der sich in den Publikationen ausdrückt, an denen die Ärzte beteiligt waren.